Feuerwehr Dinkelsbühl

Spannende Einblicke in den Alltag einer der größten Flughafenfeuerwehren Süddeutschlands konnten am vergangenen Samstag 23 Mädchen und Jungen sowie fünf Betreuer unserer Kinderfeuerwehr gewinnen.

Um 8 Uhr ging es für die Gruppe bei bestem Sommerwetter im Rahmen des Jahresausflugs mit dem Reisebus in die Landeshauptstadt, welcher vom Betreuer Andreas Faber gesteuert wurde. Dabei wurden die Kinder mit verschiedenen Getränken und Brezen versorgt.

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Fernsehturm Stuttgart wurde der Flughafen Stuttgart erreicht, wo wir bereits von Werkoberfeuerwehrmeister Olli erwartet wurden. Nach Absolvierung der obligatorischen Sicherheitskontrolle, stand bereits der Bus der Flughafenfeuerwehr bereit, um uns zur Feuerwache auf dem Flughafengelände zu fahren. Anhand eines Modells der Wache erhielten wir einen Überblick über die umfangreichen Gebäude, die den Feuerwehrkräften zur Verfügung stehen. Olli erläuterte hierbei, dass die Flughafenfeuerwehr Stuttgart fast 5.000 Einsätze im Jahr absolviert. Luftnotlagen von Flugzeugen sind glücklicherweise sehr selten und tragen zu dieser hohen Zahl kaum bei. Der Großteil der Einsätze erstreckt sich auf medizinische Notfälle im Flughafenbereich, die von den beiden vorgehaltenen Rettungswagen ausgeführt werden sowie Technischen Hilfeleistungen mittels der Gebäudebrandlöschfahrzeuge. Auf Anforderung der Berufsfeuerwehr Stuttgart oder der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren rückt die Flughafen Feuerwache auch außerhalb des Flughafens aus, hauptsächlich auf der benachbarten Autobahn A8. Um dieses enorme Einsatzpensum zu meistern, arbeiten 86 hauptamtliche Kräfte bei der Feuerwehr des Airport Stuttgart und gewährleisten in 24h-Schichten den Brandschutz des gesamten Flughafens.



Das Highlight für alle Kinder stellte der Rundgang durch die Wache mit Besichtigung der verschiedensten Einsatzfahrzeuge dar. Insgesamt sind in der Feuerwache 27 Fahrzeuge untergebracht, davon vier große Flugfeldlöschfahrzeuge, welche aufgrund ihrer Größe und Leistungsdaten für besondere Faszination sorgten. Die 42t schweren und rund eine Million Euro teuren Fahrzeuge werden von 1.000 PS Motorleistung angetrieben, während die Pumpe nochmals von einem separaten Motor mit 400 PS versorgt wird. Damit ist das Fahrzeug in der Lage mit einer beachtlichen Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h innerhalb von drei Minuten jeden Winkel des großflächigen Flughafenareals zu erreichen und im Ernstfall einen Brand mit 12.500 Liter Wasser, 1.400 Liter Schaummittel und 1.000 Liter Pulver effektiv bekämpfen zu können. Alle Kinder durften in den Fahrzeugen Platz nehmen und die Vielzahl der Knöpfe und Joysticks bewundern. Feuerwehrmann Olli fuhr eigens ein Exemplar aus der Halle und führte alle Funktionen vor. Bei einer anschließenden Fahrt auf dem Vorplatz der Wache demonstrierte er, dass auch ein 42t schweres Fahrzeug durchaus dynamisch sein kann.


 

Im weiteren Verlauf konnte auch ein Blick auf die Atemschutzübungsanlage im Keller des Gebäudes geworden werden, welche große Ähnlichkeiten zu unserer eigenen erkennen ließ. Abschließend konnte gar noch ein Blick auf die vier neuen Flugfeldlöschfahrzeuge erhascht werden, die nach erfolgter Zulassung und Unterweisung die vier momentan im Dienst befindlichen Exemplare ersetzen werden.

 

Ein Großer Dank gilt unserem Führer Olli, der uns den Rundgang erst ermöglichte und in seiner eigenen Freizeit ausführte.

Glücklich machte sich die Gruppe auf den Weg in ein nahegelegenes Lokal, wo alle Teilnehmer mit Wienern und traditionellen schwäbischen Spätzle versorgt wurden. Gestärkt konnten sich die Kindern auf dem großen Spielplatz und beim Fußballspielen austoben. Der angrenzende Wald inspirierte die Mädchen und Jungen zum gemeinsamen Bau von Tipis aus Hölzern. Hierbei zeigte sich wieder, was durch ein gemeinschaftliches Handeln alles erreicht werden kann!


Ermöglicht wurde dieser tolle Ausflug durch mehrere finanzielle Zuwendungen, wofür wir uns recht herzlich bedanken und natürlich auch bei Andi für die gute und sichere Fahrt.

 

Am Samstag, den 25.05.19 wurde für die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl eine spezielle Übung abgehalten.

Inhalte waren zum einen das richtige Bedienen der Drehleiter vom Korb aus sowie ein Atemschutz-Notfalltraining.

Man muss sich immer vor Augen führen, dass sich ein Atemschutz-Trupp nicht nur in extrem lebensfeindlicher Umgebung aufhält, sondern in dieser auch seinem "Job" nach geht.
Da in solchen Extremsituationen leider immer wieder Unfälle mit Verletzten oder sogar Toten passieren, ist es besonders wichtig, auch die Rettung von verunfallten Kameraden unter Atemschutz zu üben. Hierbei konnten Verhaltensweisen vermittelt werden, um unseren "Jungs und Mädels" Handlungssicherheit beim Umgang mit solchen Situationen zu geben.

Dabei kam auch die Sicherheitstrupptasche zum Einsatz, welche der Versorgung von Feuerwehrangehörigen (Atemschutzgeräteträgern) als auch Zivilisten mit Atemluft dient, sofern sich diese in einer nicht atembaren Atmosphäre befinden oder diese zur Evakuierung durchqueren müssen. Somit sind wir für jede Lage gerüstet.

 



Die blauen Überzüge auf den Masken simulieren die Nullsicht, du zum Teil im Brandraum herrscht. Hierbei ist das Arbeiten mit seinem Tastsinn besonders wichtig.