Feuerwehr Dinkelsbühl

Bereits zum 159. Mal versammelten sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl am vergangenen Freitagabend zur jährlich stattfindenden Jahreshauptversammlung im kleinen Schrannensaal.

Neben den anwesenden Kameraden, konnten zahlreiche Vertreter weiterer Rettungs- und Hilfsorganisationen, Führungskräfte der Feuerwehren des Landkreis Ansbach, sowie die kommunale Politik, darunter Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer und Landrat Dr. Jürgen Ludwig begrüßt werden.

Stadtbrandinspektor Frank Kloos eröffnete die Jahreshauptversammlung im kleinen Schrannensaal mit der Begrüßung aller Teilnehmer und gewährte einen Einblick in den weiteren Verlauf des Abends.

Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde die aktuelle Mitgliederzahl (234) der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl näher vorgestellt.

In allen Gruppen ist die Zahl an Mitgliedern durch Ein- und Austritte gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Dieser Umstand beruht unter anderem auf der erfolgreichen Jugendarbeit. So konnten erneut vier Mitglieder der Jugendfeuerwehr nach der Vollendung ihres 18. Lebensjahres in die aktive Wehr übernommen werden. Besonders erfreulich ist auch, dass vier weitere Kameraden, die bisher noch nicht in der Feuerwehr aktiv waren, hinzugewonnen werden konnten.

Auch in der Führung der Gruppen, bzw. Abteilungen gibt es im Jahr 2019 einige Veränderungen zu verzeichnen. Nach 18 Dienstjahren als Gruppenführer übergibt Joachim Bohnsack das Amt an Simon Markus. Nach dem wohnortbedingten Ausscheiden von Eva Ladenburger aus der Dinkelsbühler Feuerwehr, wird die Jugendfeuerwehr nun von Simon Feth und Sebastian Wilde geleitet. Kommandant Frank Kloos bedankte sich bei allen für ihr großartiges Engagement.

Ein besonderes Augenmerk wurde ebenso auf Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen gerichtet. Zahlreiche aktive Mitglieder nahmen sowohl an Lehrgängen und Ausbildungen an den Staatlichen Feuerwehrschulen Würzburg und Regensburg, als auch an Ausbildungen am eigenen Standort teil. Das vielfältige Spektrum umfasst unter anderem die Ausbildung zum Drehleiter-Maschinisten, die Leistungsprüfung in THL, zwei Maschinistenlehrgänge, ein Atemschutz-Notfalltraining sowie die Modulare Truppausbildung, welche die Grundlage für den Feuerwehrdienst schafft. Darüber hinaus konnte den Kameraden eine Auffrischung in Erste Hilfe, mit dem Fokus auf Reanimation, angeboten werden. In diesem Rahmen gilt es der Stadt Dinkelsbühl, die durch mehrere Stadträte vertreten war, einen großen Dank auszusprechen. Ohne die umfangreiche finanzielle Unterstützung wäre die Ausbildung in dieser Form nicht zu ermöglichen. 

Im Folgenden fasste Frank Kloos die wichtigsten Entwicklungen des Jahres zusammen. In mehreren Fahrzeugen konnte das Kommunikationssystem "Lardis" verbaut werden, welches die automatische Übertragung von Einsätzen durch die Integrierte Leitstelle ermöglicht und so die Kameraden schnellstmöglich zum Einsatzort führt. Darüber hinaus fand das traditionelle Floriansfest statt, welches durch eine Vorführung der neuen Drehleiter  abgerundet wurde. Ebenso wurden zahlreiche Festlichkeiten befreundeter Wehren besucht. Die Löschgruppe Seidelsdorf startete mit der Verteilung von "Löscheimern" eine originelle Aktion zur Gewinnung dringend benötigter Neumitglieder. Auch zwei große Gemeinschaftsübungen mit weiteren beteiligten Rettungskräften wurde absolviert.

Jugendwart Simon Feth präsentierten die Entwicklungen in der Jugendfeuerwehr und lobte besonders das Engagement der Jugendlichen, welche sich auch an der Umweltaktion "Mir stöbern" beteiligten. Als besonders erfreulich gilt die gemeinsame Absolvierung des Wissenstests mit der Jugendfeuerwehr Neuses.

Georg Rosenberger blickte stellvertretend für die Kinderfeuerwehr auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben dem Highlight für die Kinder, dem Besuch der Flughafenfeuerwehr Stuttgart, konnte erstmalig ein Kind in die Jugendfeuerwehr übernommen werden.

Stadtbrandmeister Wilfried Meier verkündete traditionell die Einsatzzahlen der Dinkelsbühler Wehr. Die Gesamtzahl von 126 Einsätzen weist zwar auf eine abnehmende Tendenz hin, allerdings blieben die Einsatzstunden der Kameraden mit 3214 Stunden dennoch auf einem konstant hohen Niveau. Dies liegt nicht zuletzt an den teils schwierigen und zeitintensiven Einsatzlagen, die vorgefunden werden konnten. So kam es beispielsweise zu zwei größeren Bränden von landwirtschaftlichen Anwesen, einem vollumfänglichen Wohnungsbrand oder der Bergung eines PKWs aus einem Gewässer. Hierbei mussten mittels Schlauchboot und Ölsperren die auslaufenden Betriebsstoffe gebunden und abgetragen werden. 

Zahlreiche Redner, darunter Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Landrat Dr. Jürgend Ludwig, Kreisbrandinspektor Willi Hofmann sowie der Leiter der Polizeiinspektion Dinkelsbühl Peter Wack lobten das Engagement der aktiven Kräfte und betonten, dass dies in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich sei.

Natürlich konnten auch wieder einige Kameraden für ihr langjähriges Engagement und besondere Leistungen geehrt werden.

 

  

Für eine 10-jährige Mitgliedschaft wurden Pierre Andreä, Patrick Stirn, Jürgen Schuster, Karl Staufinger, Daniel Meier und Michael Keller geehrt.

 

Zur Oberfeuerwehrfrau und Oberfeuerwehrmann ernannt wurden Julia Herrmann, Michael Wiesinger und Patrick Stirn.

 

Zur Hauptfeuerwehrfrau und Hauptfeuerwehrmann sind Bettina Welz und Simon Feth ernannt worden.

  

 Neu aufgenommen in den aktiven Dienst und durch den Abschluss der Grundausbildung zum Feuerwehrmann ernannt wurden: Oliver Radrich, Linus Glaser und Leo Putscher.

 

 Durch den Abschluss des Gruppenführerlehrgangs zum Löschmeister ernannt wurden: Bernd Hirsch, Simon Markus und Joachim Ratgeber.

 

Rainer Wenk, Michael Bahle, Alois Friedrich Elmar Weber und Martin Hammerl wurden für 30 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet.

 Hartmut Gräber wurde von Landrat Dr. Jürgen Ludwig für seinen 25-jährigen aktiven Einsatz in der Feuerwehr ausgezeichnet. 

 

Ein großer Dank gilt auch den Partnerinnen einiger Kameraden, die uns den Abend über mit Speis und Trank versorgten. Als Anerkennung bekamen sie ein kleines Geschenk überreicht.

 

Im Anschluss wurde die Veranstaltung geschlossen. 

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