Feuerwehr Dinkelsbühl

Gemeinsam mit weiteren Feuerwehren aus dem Landkreis Ansbach, die Messtechnik für radioaktive Strahlung vorhalten, nahmen fünf Kameraden des Gefahrgutzugs am Mittwoch an einer Standortschulung zum Thema "Strahlenschutz" in Rothenburg teil. 

Unter der Leitung von drei Ausbildern der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg lernten die Teilnehmer zunächst grundlegende Kenntnisse der Radioaktivität sowie deren Gefahren kennen. In Gruppenarbeiten galt es verschiedene Aufgaben zu meistern und diese im Anschluss gemeinsam zu besprechen.

Der Fokus wurde auf die praxisnahe Ausbildung gelegt. So hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, sowohl mit ihren am Standort vorhandenen Messgeräten, als auch mit der durch die Feuerwehrschule bereitgestellten Technik ausgiebig zu üben. Hierfür hatten die Ausbilder eigens einen Strahler mitgebracht, an welchem unterschiedliche Szenarien hautnah dargestellt werden konnten. Dabei wurde unter anderem die Möglichkeit einer Abschirmung der Strahlung demonstriert und an einem Paket mit radioaktivem Inhalt die Messung anhand der hinterlegten Daten des Gefahrstoffs geprobt.

 

An einer weiteren Station wurde der Aufbau eines sogenannten Dekontaminationsplatzes (Dekon-Platz) geübt. Dazu legten einige Kameraden die vorgesehene Schutzkleidung an und probten das "Freimessen" ihrer Kollegen mittels Kontaminationsnachweisgerät sowie die nötigen Maßnahmen.

 Vielen Dank an die Staatliche Feuerwehrschule für den interessanten und praxisnahen Lehrgang und an die Kameraden aus Rothenburg für die Organisation und Bereitstellung der Räumlichkeiten!

Die Freiwillige Feuerwehr Dinkelsbühl hielt ihre diesjährige Herbstübung auf dem Gelände des DPD Paketsortierzentrums im Industriegebiet Waldeck ab.

Eingeladen hierzu hatte Katrin Klabe, die Leiterin des örtlichen Depots. In Zusammenarbeit mit den Löschgruppen aus Waldeck und Seidelsdorf sowie den Wehren aus Oberradach, Esbach und Weidelbach teilte Einsatzleiter Stadtbrandinspektor (SBI) Frank Kloos das Übungsszenario mit. Alarmiert wurde ein Brandmeldealarm in einer Entladestation, im fiktiven Szenario waren auch mehrere Personen in Gefahr. Nach der Erkundung stellte sich laut „Übungs-Drehbuch“ heraus, dass beim Entladen einer Wechselbrücke ein Paket mit Gefahrgut zu Bruch gegangen war. Dadurch entstand in der Halle ein giftiger Nebel. Nach dem Eintreffen wurde sofort unter schwerem Atemschutz nach den vermissten Personen im Gebäude gesucht. Parallel dazu wurde die Wasserversorgung durch die Ortswehren aus drei verschiedenen Entnahmestellen aufgebaut. Der Außenangriff erfolgte durch die Drehleiter und mehrere Strahlrohre. Das Paket wurde durch zwei Trupps unter CSA geborgen. Als CSA werden spezielle Chemikalienschutzanzüge der Feuerwehren bezeichnet, die von der Feuerwehr Dinkelsbühl vorgehalten werden. Im Anschluss wurden die ca. 110 Kameraden, die an der Übung beteiligt waren, durch Depotleiterin Klabe zu einer Brotzeit auf dem Gelände eingeladen. Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer, Kreisbrandmeister (KBM) Elmar Weber, SBI Kloos und die Verantwortlichen von DPD bedankten sich bei den Freiwilligen für ihr ehrenamtliches Engagement.

 

 

 

 *

Weiterhin herrscht in großen Teilen Deutschlands eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr.

Daher ist vor allem im Umgang mit offenem Feuer erhöhte Vorsicht geboten!

 

*Quelle Grafik Waldbrandgefahrenindex:
Deutscher Wetterdienst

Absturzsicherung, Höhenrettung, oder Höhensicherung?

Gerade "Nicht-Feuerwehrler" wissen mit diesen Begriffen häufig nicht viel anzufangen.

Oftmals wird dieser Bereich mit der Höhenrettung verwechselt. Deswegen möchten wir hier beide kurz näher erläutern:

Eine Höhenrettung besitzen viele Berufsfeuerwehren und große Freiwillige oder hauptamtlich besetzte Feuerwehren.
Die Aufgaben der Höhenrettung oder SRHT (spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen) sind vielseitig. Es geht vom Sichern absturzgefährdeter Teile, über das Beseitigen von Sturmschäden in großer Höhe, bis zum Sichern und Retten von Personen aus Höhen und Tiefen. Hier spielt auch die medizinische Versorgung eine bedeutende Rolle. Höhenretter arbeiten meist in Höhen die 100 Meter schnell überschreiten können. Fernsehtürme, Kräne und Hochhäuser, sind die Einsatzgebiete dieser Spezialisten.
Die Ausbildung zum Höhenretter ist umfangreich und körperlich fordernd. Der Lehrgang dauert mindestens 80 Stunden, und zusätzlich sind 72 Stunden Fortbildung pro Jahr zu absolvieren. Für viele Freiwillige Feuerwehren kaum zu stemmen.

Der "kleine Bruder" der Höhenrettung ist die Absturzsicherung. Grundsätzlich ist jeder Feuerwehrangehörige in den Grundsätzen beim Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen ausgebildet.
Zusätzlich dazu gibt es jedoch noch eine Ausbildung, die Feuerwehrleute dazu befähigt, mit dem "Gerätesatz Absturzsicherung" eine erweiterte Absturzsicherung durchzuführen.
Diese Schulung erlaubt den Feuerwehrleuten das Sichern von Personen in Höhen und Tiefen bis zu 30m. Im Gegensatz zur Höhenrettung darf hier der "Absturzsicherer" nicht im Seil frei hängend arbeiten.
Ein Retten dieser Personen darf auch nur bei einer direkten vitalen Gefährdung erfolgen oder durch eine Höhenrettungseinheit.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl gibt es eine Höhensicherungseinheit "ERHT". (einfache Rettung aus Höhen und Tiefen) Diese ist ein "Mischmasch" aus Höhenrettung und Absturzsicherung. Die Höhensicherung ist zusätzlich zur Absturzsicherung dazu bemächtigt, Personen aus Höhen und Tiefen bis zu 30m mit dem Gerätesatz "Auf- und Abseilgerät" zu retten.

Somit kann man den Unterschied folgendermaßen zusammenfassen:

 
- Die Absturzsicherung darf zunächst einmal, wie der Name schon sagt, nur gegen Absturz sichern in Höhen und Tiefen bis zu 30m.
- Die Höhensicherung darf Retten in Höhen und Tiefen bis zu 30m.
- Die Höhenrettung rettet in Höhen und Tiefen, die teilweise weit über die 30m hinausgehen.

Zusätzlich ist bei der Absturz- und Höhensicherung ein freies Hängen im Seil nicht zulässig.

 

 

×
Wir verwenden Cookies, damit diese Webseite optimal genutzt werden kann.
Impressum & Datenschutz
Verstanden Ablehnen